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Das Arbeitsfeld "Migration und Behinderung" bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe

Inklusion meint eine gesellschaftliche Entwicklung, bei der „Strukturen und Prozesse in der Gesellschaft so zu gestalten (sind), dass sie der Vielfalt menschlicher Lebenslagen – gerade auch von Menschen mit Behinderung – von Anfang an gerecht werden.“
(Quelle: Grundsatzprogramm der Lebenshilfe, Präambel, S. 8)

Die Vielfalt aller menschlichen Lebenslagen – damit sind auch Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund gemeint. Denn sie sind selbstverständlicher Bestandteil unserer Gesellschaft und in erhöhtem Maß einer potenziell doppelten Diskriminierung (pdf - 136.1 KB) ausgesetzt – als Menschen mit Behinderung und als Menschen mit Migrationshintergrund. Darauf weist auch die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung in ihrer Präambel hin.

Deshalb will die Bundesvereinigung Lebenshilfe ihre Einrichtungen und Dienste für die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung sensibilisieren. Meilensteine waren hier zum Beispiel die türkisch-deutsche Broschüre „Unser Kind ist ein Geschenk“ und die gemeinsame Erklärung (pdf - 137.6 KB) zur interkulturellen Öffnung und kultursensiblen Arbeit in der Behindertenhilfe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und der Fachverbände für Menschen mit Behinderung von 2012.

Seit Beginn des Jahres 2013 gibt es eine Referentinnenstelle zum Arbeitsfeld Migration und Behinderung. Außerdem wurde das von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Aufbau einer bundesweit tätigen Beratungs- und Koordinierungsstelle zum Thema Behinderung und Migration“ (Laufzeit 2/2013 bis 1/2016) begonnen. Zentral sind diese Fragen:

  • Was brauchen Dienste und Einrichtungen der Lebenshilfe, um ihre Angebote und Leistungen besser an eine durch Einwanderung geprägte Gesellschaft anzupassen?
  • Wie können sie der zunehmenden Heterogenität ihrer Zielgruppen gerecht werden?

In diesem Rahmen werden bisherige Modellprojekte der Mitgliedseinrichtungen identifiziert und neue angeregt. Außerdem werden Praxishilfen undFortbildungsangebote für die Einrichtungen und Dienste der Lebenshilfe entwickelt. Auch diese Website entstand im Rahmen des Projektes.

Auftaktveranstaltung zum Labor Interkulturelle Öffnung/Kultursensible Arbeit im Dezember 2014 - über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nach Berlin, um sich über das Angebot zu informieren. Foto: Wiebke Pöpelzoom
Auftaktveranstaltung zum Labor Interkulturelle Öffnung/Kultursensible Arbeit im Dezember 2014 - über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nach Berlin, um sich über das Angebot zu informieren. Foto: Wiebke Pöpel
 

Ein weiterer wichtiger Baustein ist das „Labor interkulturelle Öffnung/kultursensible Arbeit“ - eine Arbeitsplattform, an der sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus insgesamt 24 Diensten und Einrichtungen der Bundesvereinigung Lebenshilfe beteiligen. Mit dabei sind Beratungsstellen, Frühförderstellen, Kitas, Familienunterstützende Dienste, Angebote zum ambulanten betreutem Wohnen und Werkstätten. Sie kommen aus neun Bundesländern (Berlin, Bremen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern). Dienste und Einrichtungen aus städtischen Ballungszentren, Kleinstädten und dem ländlichen Raum sind gleichermaßen vertreten. Beteiligt sind Fachkräfte mit unterschiedlichen Schwerpunkten sowie Führungskräfte aus Einrichtungen und Orts- und Kreisvereinen. Ihre Erfahrungen und die Ergebnisse der Laborarbeit helfen, die Inhalte der Website, Praxishilfen und Fortbildungsangebote zu erstellen.

Darüber hinaus stehen die Mitglieder des Labors Interkulturelle Öffnung auch als Multiplikatoren vor Ort zur Verfügung – Sie freuen sich über eine Kontaktaufnahme. Hier (pdf - 20.5 KB) finden Sie die Kontaktdaten.

 
 
 
 

Fortbildungsangebote

 
 

Unser Kind ist ein Geschenk

Broschüre "Unser Kind ist ein Geschenk"

Hier erfahren Sie mehr über die türkisch-deutsche Broschüre.

 
 
 
 

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