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Wer sind "Menschen mit Migrationshintergrund"?

Der Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ hat vielfältige Bedeutungen. Umgangssprachlich wird er häufig als Zuschreibung für Menschen verwendet, die aufgrund äußerer Merkmale oder ihrer Religionszugehörigkeit als nicht-deutsch wahrgenommen werden. Daher wird der Begriff vor allem von (eingebürgerten) Deutschen, deren Eltern und Großeltern nach Deutschland eingewandert sind, als diskriminierende Zuschreibung empfunden.

Statistisch erfasst „Menschen mit Migrationshintergrund“ nach einer Definition des statistischen Bundesamtes alle diejenigen, die nach 1949 nach Deutschland eingewandert sind sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer. Auch Eingebürgerte gehören dazu sowie Deutsche, die einen Elternteil haben, der im Ausland geboren wurde (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Der Begriff war notwendig geworden, nachdem durch die verstärkte Zuwanderung von Aussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion und die zunehmende Einbürgerung von Nachkommen der Arbeitsmigranten „Ausländer“ nicht mehr funktionierte, um Integrationserfolge bzw. Hindernisse für eine gleichberechtigte Teilhabe von Eingewanderten und ihren Nachkommen zu erfassen.

 
 
 

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