Lebenshilfe Amberg-Sulzbach

Ausgangslage

Die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach unterhält unter anderem drei Frühförderstellen für Kinder bis zum Schuleintrittsalter. In der Einrichtung in Schwandorf hat jedes fünfte der rund hundert Kinder einen Migrationshintergrund, geleitet wird diese Frühförderstelle von Gabi Kroth-Gawlista. Sie ist seit 2014 für die interkulturelle Öffnung des gesamten Lebenshilfe-Kreisverbands zuständig.

Zielgruppe

Mitarbeiter auf sämtlichen Ebenen der Lebenshilfe sollen interkulturell sensibilisiert werden. Außerdem wurden und werden Maßnahmen ergriffen, um die Zusammenarbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund zu erhöhen und Kinder kultursensibel zu fördern.

Arbeitsweise

Mitarbeiter werden in Gesprächen sensibilisiert „und angeregt, die eigene Haltung kultursensibel zu hinterfragen“, sagt Gabi Kroth-Gawlista. Außerdem gebe es das Angebot, entsprechende Fortbildungen zu besuchen. Flyer, die Angebote der Frühförderung vorstellen, wurden in den vergangenen Monaten ins Russische, Türkische, Italienische und Spanische übersetzt und verteilt. Zum Beispiel in Arztpraxen, bei Hebammen, in Schulberatungsstellen und Kindertagesstätten. Kroth-Gawlista hält zudem Kontakt zu örtlichen Migrationsberatungsstellen.

Nächste Schritte

Gabi Kroth-Gawlista möchte im kommenden Jahr innerhalb der Frühförderstelle ein Diversity-Training anbieten, außerdem kann sie sich die Eröffnung eines regelmäßigen Elterncafés vorstellen. Für beide Vorhaben ist allerdings noch eine Finanzierungsmodell nötig. Interkulturelles Spiel- und Arbeitsmaterial wurde bereits angeschafft, soll aber noch aufgestockt werden. Dazu gehören
zum Beispiel interkulturelle Puppen und Bilderbücher in verschiedenen Sprachen.

Stolpersteine

Im vergangenen Jahr gab es innerhalb der Frühförderstelle eine Umfrage einer Fachhochschul-Praktikantin, es wurde dort auch nach Migrationshintergründen von Familien gefragt. Viele der Teilnehmer mit Migrationshintergrund, berichtet Kroth-Gawlista, wollten dies nur ungern speziell thematisieren. Daraus habe man Schlüsse gezogen. So werde die Frage nach einer Migrationsgeschichte im Anamnese-Gespräch erst dann gestellt, wenn eine Vertrauensbasis geschaffen wurde. Andernfalls könnte dies zu unnötiger Distanz führen.

 
 

Kontaktdaten

Gabi Kroth-Gawlista
Lilienthalstraße 16, 92421 Schwandorf
Telefon: 09431-99804421

gabi.kroth-gawlista@lebenshilfe-amberg.de

Link
lebenshilfe-amberg.de/hp770/Schwandorf.htm

 
 
 
 

© 2007 - 2017 Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de